The Bird – Fleischeslust

Kennt ihr das Erlebnis, wenn ihr eine euch bekannt Straße lange Zeit nicht mehr langgefahren seid und plötzlich denkt: Hä, was denn das für ein Laden? So geschehen vor ein paar Wochen auf dem Kottbusser Damm. In einem ehemaligen Laden für “Pariser Couture” fanden sich plötzlich Massen von hungrigen Menschen wieder.

Also, schnell im Vorbeifahren den Namen gemerkt und für die nächsten Tage als neuen Test-Essen-Termin (Achtung: Neologismus!) fest vorgenommen. Google sei Dank, habe ich schnell festgestellt, dass The Bird anscheinend schon seit 2006 im Prenzlauer Berg existiert und nun seine zweite Filiale in Neukölln eröffnet hat. Ok, ist bisher an mir vorbeigegangen, aber egal: Bier her, Burger auf den Tisch!!!

The Bird

Der Laden auf dem Kotti ist für neuköllner Verhältnisse erst einmal riesig. Es gibt draußen einige Tische mit Bänken und drinnen bestimmt noch einmal 20 Tische (Ich bin leider schlecht im Schätzen. Vielleicht waren es auch nur 10?). Wer draußen sitzt, kann die neuköllner Idylle, bestehend aus Straßenlärm und vorbeiziehenden Ureinwohnern und Zugezogenen genießen. Ach Berlin, ick liebe dir. Bei der Ankunft, wir saßen natürlich draußen, fällt mir zuerst das Steak auf dem Teller meines Tischnachbarn auf. Von weitem sieht es so aus, als läge da ein ganzes Kalb auf seinem Teller. So langsam beschleicht mich das Gefühl, dass ich vielleicht im falschen Laden bin, aber irgendwas Grünes wird sich schon auf der Karte finden.

Eine junger Kerl bringt uns in amerikanischer Service-Mentalität die Karte, die auf den ersten Blick erstmal sehr übersichtlich ist. Es gibt eine große Auswahl an Burgern, daneben noch Steaks, Chicken Wings, Club-Sandwich und Caesar Salad. Die Burger stehen also ganz klar im Mittelpunkt und so widme ich mich diesen auch. Der nächste freundliche Jungspunt kommt um die Ecke und fragt, ob wir schon “ready” sind. Ich bestelle einen vegetarischen Burger mit French Fries, Thank you! Mein Tischpartner bestellt einen Caeser-Salad.

Unsere Tischnachbarn bekommen schon die ersten Fleischberge geliefert. Die Burger sehen vielversprechend aus, ich bin gespannt. Kurze Zeit später bringt schon ein neuer junger Kerl (wie viele Leute arbeiten hier eigentlich?) unsere Bestellung.

The Bird

So, Dinner is served. Meine vegetarischer Burger besteht nicht, wie meist üblich, aus einer Veggie-Bulette oder einem Kohlrabi-Patti, sondern aus einem gegrillten Portobello-Pilz. Die Idee finde ich zunächst schon einmal ziemlich cool und habe ich bisher so auch noch nie gegessen. Beim Käse durfte ich übrigens aus verschiedenen Sorten auswählen. Was mir persönlich nicht so gut gefällt ist das Brötchen. Es ist so ein typisches Toastie-Teil oder english Muffin. Sorry, ich kenne den Fachbegriff dafür nicht. Da ist mir etwas Gehaltvolleres einfach lieber. Neben meinem Burger finden sich Salat, Tomate und rote Zwiebeln. Außerdem stehen auf den Tischen Senf und Ketchup bereit. Muss gestehen, dass ich erstmal gar nicht kapiere, dass ich ja selbst noch Hand anlegen kann. Bekommt man so ein Burger-Teil doch sonst immer perfekt zusammengesetzt serviert. Mit den Fingern zu essen, ist aber immer geil.

The Bird

The Bird

Mein Pilz lag wirklich auf dem Grill, das schmeckt man und insgesamt ist die Kombi auch ne leckere und coole Idee. Was mir wirklich nicht so gut schmeckt sind die Pommes, die sind eher totfrittiert. Ich frage meinen Tischpartner wie denn der Salat so ist und stelle fest, dass er zufrieden ist, aber einen  Siegestanz für den besten Salat der Stadt wird er wohl nicht mehr auf dem Kotti aufführen. Als wir fertig sind kommt einer der 100 Mitarbeiter und räumt unser Teller ab.

Um endlich mal zu einem Fazit zu kommen: Ich habe schnell festgestellt, dass ich mich im  The Bird als Vegetarierin unter Fleischliebhabern befinde. Mein Burger war gut, aber ich habe gerne einfach noch ein bisschen mehr Grünzeug darauf und ein Vollkornbrötchen würde ich auch nicht ausschlagen. Oh man, hört sich das öko an. Die Fleischbatzen auf den Tellern aller weiteren Gäste sahen aber durchaus lecker aus. Vielleicht kann der ein oder andere Fleischesser mir ja mal berichten, wie sein Hackfleischberg geschmeckt hat.

The Bird
Kottbusser Damm 95, 10967 Berlin

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Veröffentlicht von

Foodie | Traveler | Berlin | München Blog: www.jaegerundsammlerblog.com Twitter: @janinaamendt

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