Where to eat – New York

New York

Wenn man in Berlin lebt, kann man sich manchmal nur schwer vorstellen, dass es ausserhalb der deutschen Hauptstadt noch andere lebenswerte Ansammlungen von Häusern und Straßen geben kann. Scheiß Arroganz, ich weiß. Aber es gibt doch eine Stadt, die hinsichtlich Begeisterungsschreie Berlin ganz klar den Rang abläuft. Quasi die Mutter allen urbanen Lebens: New York.

Von den Udo Jürgens dieser Welt besungen und den Carrie Bradshaws als Mode- und Eventhauptsadt etabliert. Geburtsort von Cheesecake, Cronuts und Ramen-Burger. Und auch wenn ich nur ungern die Klischee-Sätze sämtlicher Reiseführer wiederholen möchte, muss ich definitiv zugeben, dass New York mich vom ersten Moment eingefangen hat. Der Beginn einer langen Freundschaft……

Travel Guide New York

Hip, hipper….Williamsburg

Unser Gastvater hat uns am zweiten Abend in seinem lauten sympathischen Ostküstendialekt nach Williamsburg geschickt. Mit dem Hinweis, dies wäre der richtige Ort für junge Berliner Hipster. Hipster hin oder her….Williamsburg ist ein super Viertel, wenn man Lust auf grandioses Essen und selbstbestimmtes Nichtstun hat. Williamsburg ist jung, kreativ, gleichgültig. Hier prägen Rennräder und Hornbrillen das allgemeine Menschen- und Stadtbild.

Wer die Subway bis Bedford Avenue nimmt, kann den Tag langsam angehen und sich im Van Leeuwen Pop-up-Shop mit Ice Cream und Café versorgen. Den köstlichsten Cupcake, den ich während meines USA-Aufenthalts genossen habe, gab es nicht weit entfernt bei Cupcakeland. Soweit ich das online beurteilen kann, hat der kleine Laden mittlerweile aber leider geschlossen. Sandwiches und anderen Kleinkram gibt es direkt nebenan im Saltie. Oh Williamsburg, du Königin des süßen Nichtstuns.

Van Leeuwen New YorkCupcakeland New YorkCupcake New York

Um alle Daheimgebliebenen neidisch zu machen, muss man den Abend in New York natürlich irgendwann auf einer Rooftop Bar ausklingen lassen und etwa 1000 Selfies schießen. Wer zusätzlich noch den Angeber-Ausblick auf Manhattan im Hintergrund haben möchte ,kann am besten auf dem Dach des Wythe Hotel posen. Seinen Hunger stillt man anschließend im Reynard, im Erdgeschoss des Wythe. Auf der Karte stehen hauptsächlich amerikanische Klassiker, modern interpretiert. Die Küche ist offen und lässt Neugierigen und Ausgehungerten das Wasser im Mund zusammen laufen. Das Personal ist jung, freundlich, gutaussehend: Williamsburg.

Zu meinen Favoriten in Sachen Restaurants zählt allerdings das ISA Wythe, das sich ebenso wie das Reynards in der Wythe Ave befindet. Roter Backstein, viel viel Holz und eine große offene Küche machen das ISA trendy und gemütlich. Die Karte ist klein, aber kreativ und abwechslungsreich. Im Laden springen etwa 10 bis 12 junge gutaussehende Kerle rum, die dafür sorgen, dass man ständig mit allem versorgt ist. Ich bestelle zur Vorspeise einen Caesars Salad, der statt mit Salat mit gegrilltem Grünkohl zubereitet wurde. Wer konnte ahnen, dass Grünkohl so köstlich sein kann. Vergesst die Pampen-Mettwurst-Variante, die auf deutschen Weihnachtsmärkten serviert wird.

Wer Bock auf Schweinchen und Co. hat, der sollte die Fette Sau besuchen. Der Laden wurde mir mehrfach empfohlen. Da ich Rippchen und Bacon verschmähe, konnte ich ihn nicht persönlich austesten. Die Fette Sau ist aber berühmt für ihr BBQ und wurde schon mehrfach ausgezeichnet.

Wythe hotel New YorkISA Restaurant New YorkFette Sau New York

Ein Spaziergang durch den Prospekt Park und Umgebung

Ich habe während meines Aufenthalts im Lefferts Manors geschlafen. Ein Bed and Breakfast unweit des Prospekt Parks. Bei dem Gebäude handelt es sich um eines der typischen New Yorker Stadthäuser aus dem 19. Jahrhunderts. Absolut empfehlenswert und vor allem bezahlbar. Die Umgebung erinnert stark an Neukölln und den Kottbusser Damm. Gemüseladen, Nagelstudio, Gemüseladen, hippes Bio-Cafe.

Was ich in den USA wirklich geliebt habe sind die super Sandwiches, die man fast überall bekommt. Während man bei uns ja meistens zwischen Körner-Brötchen mit Käse oder Schinken entscheiden kann, hauen die Amerikaner wirklich alles zwischen zwei Brothälften. Im Wholesome Gourmet Market, Flatbush Ave, gibt es eine enorme Auswahl. Lasst euch also Sauerkraut, Avocado und Senf zwischen zwei Sandwich-Hälften hauen und genießt das Ganze dann auf der großen Liegewiese im Prospect Park.

Nebenan in der Lincoln Park Tavern gibt es  solides und schmackhaftes mexikanisches Essen. Wer wie ich im Ruhrgebiet aufgewachsen ist, der hegt in diesem Restaurant fast Heimatgefühle. Der Laden wirkt wie eine alte Eckkneipe in die erst vor kurzem eine Küche gezimmert wurde (war wahrscheinlich auch so). Tischdecken gibt es übrigens keine, die Tische sind lediglich mit Papier bestückt. Während man auf das Essen wartet, kann man mit den Wachsmalern seine künstlerische Talente ergründen. Das Essen war schnell da….ein Glück für die Talentlosen.

Eine Tür weiter serviert das Tip of the Tongue Frühstück und Kaffee. Auch wenn die Kaffeemaschine ziemlich profimäßig aussah, war ich von diesem leider nicht wirklich begeistert. Ziemlich lecker waren allerdings die verschiedenen Scones und die gefüllten Kekse. Wer auf dem Weg nach Brigthon Beach ist, der sollte sich hier noch mit Pecannuß-Keksen mit Zitronenbutter ausstatten und diese dann in der Sonne genießen. Am Strand gibt es dann nämlich nur noch die Auswahl zwischen frittiert oder doppelt-frittiert.

Sandwich New YorkBeach New YorkConey Island New York

Mit dem Rad nach Brooklyn Heights

Brooklyn Heights ist eine ruhige Ecke, die im Vergleich zu vielen anderen Bezirken in New York ziemlich entschleunigt wirkt. Übrigens auch die richtige Gegend für eine Fahrradtour. Überall in der Stadt könnt ihr die neuen Citi Bikes leihen. Für etwa 25$ kann man 7 Tage durch die Stadt radeln. Mit Hilfe der Kreditkarte kann man die Fahrräder immer wieder abgeben und wieder ausleihen. Manchmal ist es gar nicht so einfach die Fahrräder wieder in die Halterung zu bugsieren, also einfach laut fluchen und Gewalt anwenden.

Wer lebensmüde ist, in New York nimmt niemand wirklich Rücksicht auf Fahrradfahrer, radelt entlang der Atlantic Avenue in Richtung Pier. Auf dieser Straße gibt es übrigens ein paar schöne kleine Shops. Es lohnt sich also zwischendurch mal anzuhalten. Am Atlantic Bagels Cafe habe ich gestoppt, um mich mit Vollkorn-Sesam-Bagels  und Zitrone-Mohn-Muffins zu versorgen. Die Website ist furchtbar, wie viele amerikanischen Websites (SORRY!). Aber lasst euch davon nicht abschrecken. Die Auswahl an Aufstrichen ist riesig und die Bagels sind köstlich. Am besten isst man diese dann am Pier und genießt die Aussicht auf Manhattan. Der Pier wurde vor einiger Zeit anscheinend kräftig aufgehübscht. Man kann also gefahrlos mit dem Bike in Richtung Brooklyn Bridge radeln ohne Gefahr zu laufen von wütenden New Yorkern umgefahren zu werden. Mein Gott…Urlaubsgefühle kommen auf! Als Belohnung locken Smoothies und Ice-Cream, die man unter der Brooklyn Bridge kaufen kann.

Im Brooklyn Bridge Park findet sonntags übrigens der Smorgasburg Flea Food Market statt. Mit Blick auf die Skyline kann man zwischen neuartigem Fusion-Food und handlichen Comfort-Food wählen.Skyline New YorkBrooklyn New YorkBrooklyn New York

Manhattan:

Ich muss zugeben, dass ich kein Manhattan-Girl mehr werde. Die 6 Tage, die ich in New York verbracht habe, war ich zu 90% in Brooklyn. Natürlich hat Manhattan aber auch einiges zu bieten. Also denke ich mal. Wer sich mit mehreren tausend Touristen über den Time Square oder durchs MOMA quetschen möchte, für den erfüllt sich hier ein Traum.

Auf dem Weg zur High Line (probiert das Eis von people’s pop) laufen einem in Greenwich Village einige nette Cafés zum Verweilen über den Weg. Die Magnolia Bakery kennt dank Sex and the City mittlerweile ja sogar schon meine Großmutter. Man wird aber kaum einen anderen Ort in New York finden, wo einem so viele bunte mit Zucker überzogene Kalorienbomben direkt auf die Hüfte springen. Einen Zeitsprung in die guten alten 50’ies bietet der Hamilton Soda Shop. Adrette junge Männer, ganz in weiß, mischen aus tausend kleinen Fläschchen köstliche Sodas zusammen. Als Lunch gab es puristischen Toast. Fancy, stylish, Manhattan.

Ein paar Blocks weiter in Chelsae lockt der Chelsea Market mit einer großen Auswahl an Restaurants und Shops. Zugegeben, der Food Court (angeblich der größte der Welt) im ehemaligen Meatpacking District ist schon etwas kitschig gestaltet. Falls der Besucher nicht kapieren sollte, dass es sich hier um ein altes Fabrikgebäude handelt, wird es ihm zur Sicherheit durch gestalterische Elemente an jeder Ecke förmlich ins Gesicht gedrückt. Dennoch ist die Auswahl riesig und die Produkte frisch. Wer noch Platz zwischen den Lobster essenden Asiaten und aufgeregten Europäern findet, kann hier von der großen Auswahl profitieren.

Breakfast New YorkHigh LIne New YorkHigh Line New YorkSandwich New York

Wart ihr schon einmal in New York? Was hat euch am besten gefallen, wo hat es am besten geschmeckt?  Was ging gar nicht. Wir freuen uns über euere Tipps und Beiträge, hinterlasst uns gerne einen Kommentar.

Und falls Ihr noch weitere Food-Guides für die USA und Kanada sucht, dann klickt doch einfach mal hier.

Veröffentlicht von

Foodie | Traveler | Berlin | München Blog: www.jaegerundsammlerblog.com Twitter: @janinaamendt

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