Jimmy Woo – Panasiatische Küche mit Bruce Lee

Wer sich in Neukölln befindet hat es wirklich nicht leicht und steht immer wieder vor der Qual der Wahl, welches von den vielen guten Restaurants zu besuchen. Wenn es um asiatische Küche geht, habe ich allerdings einen definitiven Favoriten – das Jimmy Woo in der Friedelstraße. Dieses von außen eher unscheinbare und bestimmt nicht asiatisch aussehende Restaurant verbirgt so einige Köstlichkeiten. Wenn ich recht überlege, muss man auch erwähnen, dass das Interior ebenfalls etwas, na ja wie soll ich sagen, speziell ist. Es könnte sein, dass das Mobiliar aus einer Dorfkneipe aus meiner Heimatregion Ostfriesland übernommen wurde – da helfen die paar Bilder mit chinesischen Schriftzeichen auch nicht drüber hinweg. Aber ich will da ja auch nicht einziehen, sondern nur vernünftig speisen. Und das geht hier wirklich besonders gut. Es handelt sich hierbei ja nicht um eins der normalen vietnamesischen oder thailändischen Lokale, sondern hier wird indochinesisch-französische Küche angeboten, was bedeutet, dass alles mit ein wenig mehr Raffinesse und Amour zubereitet wird.

Beginnen wir mal bei den Vorspeisen. Da denkt man Sommerrolle ist gleich Sommerrolle – aber man irrt. Ich habe in Berlin schon in ca. 10 verschiedenen asiatischen Restaurants gegessen und in keinem waren sie so frisch, intensiv im Geschmack und lecker. Dazu werden dreierlei Soßen gereicht – scharf, auf Teriyakibasis und Erdnuss. In die Erdnusssoße könnt ich mich jedesmal reinsetzen, sodass ich den Teller immer mit dem dazugereichten Sojasprossensalat sauber esse. Da bleibt keine Sprosse und kein Soßenfleck mehr übrig. Dies ist schon zu einem festen Ritual geworden, weil ich sonst die Wartezeit für die Hauptspeisen vor lauter Vorfreude fast nicht aushalte. Neben den Sommerrollen gibt es natürlich auch die traditionellen Frühlingsrollen und sogar auch Fleischrollen, die ebenfalls mit Kohl ummantelt sind. Bisher habe ich die noch nicht probiert, aber beim nächsten Mal sind sie fällig. Was natürlich auch nicht auf der Karte fehlen darf, sind verschiedene Salatvariationen mit u.a. dem klassischen Phat Thai, gebratene Fleischspieße und eine große Auswahl an Vorspeisen-Suppen.

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Und da sind sie schon, die Hauptgerichte. Diesmal gab es die Kokos-Curry-Garnelen-Suppe mit Reisnudeln, die natürlich mit Zitronengras, Tomaten, Pilzen und Zwiebeln zubereitet wurde. Auch hier denkt man, dass das ja nun keine revolutionäre Entdeckung ist, aber die Frische der Zutaten schmeckt man bei jedem Löffel. Mein Mitesser hat sich die Thai-Kasserrolle mit Meeresfrüchten bestellt, die optional auch mit Hühnchen- oder Rindfleisch, mit Garnelen oder Tofu zu bekommen ist. Hinzu kommen Zucchini, Paprika, Zwiebeln, Erdnüsse, Bambussprossen, geröstete Zwiebeln und Reisnudeln. Nach diesem reichhaltigen Essen, was ich meistens auch nicht ganz schaffe, fühlt man sich nicht nur glücklich, sondern auch gesund. Wer möchte kann sich dann noch einen Mangolassi als Nachtisch gönnen.

Jimmy Woo
Jimmy Woo

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Alles in allem ist das Jimmy Woo also eine sehr empfehlenswerte Adresse, vor allem im Sommer, wenn man auf den Bänken draußen sitzt und sich das Treiben der Friedelstraße anschauen kann. Preislich gesehen stimmt es meiner Meinung nach auch, obwohl es bestimmt billigere Möglichkeiten gibt. Aber was heißt das schon. Zum Abschluss bekommt der Laden noch ein dickes Plus, weil beim letzten Mal meine Lieblingsmusik gespielt wurde und dann schmeckt das Essen natürlich noch besser.

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Jimmy Woo
Friedelstraße  24, 12047 Berlin
http://jimmy-woo.de/community/

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