Pequeña Habana – Kuba in Berlin

Ihr möchtet mal wieder essen gehen, habt aber keine Lust auf italienisch, asiatisch und das ganze andere übliche Angebot, sondern wollt endlich mal was Neues ausprobieren, dann empfehle ich euch das Pequeña Habana. Allerdings müsst ihr auch schon eine kleine Reise bis dahin unternehmen, zwar kein 10 Stunden Flug, aber immerhin raus aus Neukölln und Kreuzberg, ganz bis nach Schöneberg in die Eisenacherstraße. Gut, dass die U7 direkt dorthin fährt – also kein Problem.

Dank der Weihnachstfeier meiner Arbeit letzten Monat, wurde ich auf dieses besondere Fleckchen aufmerksam. Damals hatten wir das ganze Restaurant für uns Kollegen allein und es wurde uns quasi die gesamte Speisekarte aufgetischt. Beginnend mit einer Variation aus allen möglichen Vorspeisen, riesen Salattellern und dem für Kuba typischen schwarzen Reis mit Bohnen (genannt „moros y cristianos“). Als Hauptspeise konnte zwischen Dorade, einer Fischplatte und argentinischem Steak gewählt werden. Alle waren absolut begeistert von ihrem Essen, so auch ich und da ich leider keine Kamera dabeihatte, war ich sozusagen gezwungen dort nochmal hinzugehen. Na gut, es gibt wirklich schlimmeres.

Also war ich schon einen Monat später mit Kamera bewaffnet wieder dort und konnte mein Glück kaum fassen. Neben der kleinen festen Speisekarte, werden die Fleisch und Fisch- bzw. Meeresfrüchtegerichte immer nach Angebot auf der Tageskarte präsentiert und an diesem Abend gab es tatsächlich Hummer. Den musste ich natürlich bestellen. Einerseits weil Hummer natürlich etwas sehr Besonderes ist, andererseits, und das ist noch viel wichtiger, verbinde ich damit die schönsten Urlaubserinnerungen. Im letzten Jahr war ich nämlich selbst ca. einen Monat lang auf Kuba und habe ich mich fast ausschließlich von Hummer und Garnelen ernährt.

Pequena Habana

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Als Vorspeise gab es drei verschiedene kubanische Spezialitäten. Als erstes kamen die frittiertes Kochbananen gefüllt mit gehacktem Rindfleisch. Dieses Fleischgericht heißt „ropa vieja“ (übersetzt „alte Klammoten“) und befindet sich auf wirklich jeder Speisekarte in Kuba. Dann gab es die Kochbananen nochmal frittiert allerdings in sehr dünne Scheiben geschnitten, als eine Art Chips. Dazu gab es zwei verschiedene Dips, einen auf Aioli- und den anderen auf Tomatenbasis. Als drittes gab es gebratene Yuca, die eigentlich auch obligatorisch bei nahezu allen Gerichten dabei ist. Nachdem die Vorspeisen verschlungen wurden, bekam ich kurzeitig Angst, dass ich den Hummer nicht mehr schaffen werde, aber als er dann unmittelbar vor mir stand, war aller Zweifel wie weggeblasen. Auf ging`s in die nächste Runde. Die Avocado und die Kochbananen, die dazu gereicht wurden, rückten dabei natürlich ein wenig in den Hintergrund. Das Hummerfleisch schmeckte sehr gut und frisch und war seinen etwas hohen Preis allemal wert.

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Da ich ja nun den direkten Vergleich ziehen kann, zwischen original kubanischem Essen und den Kochkünsten im Pequeña Habana, kann ich nur den Hut ziehen und muss sagen, dass das dem Original wirklich sehr nahe kommt. Wer also seinem Gaumen mal eine Freude machen möchte, sollte dort vorbeischauen. Viva!!

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Pequeña Habana
Eisenacherstraße 48, 10823 Berlin

 

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