Ein Wochenende in der Hansestadt – Where to eat in Hamburg

Hamburg Blog

Ja, endlich wieder Wochenende. Was machen wir? Wollen wir nach Hamburg fahren? Ok, auf geht’s – 3 Stunden später sind wir da und nun haben wir ganze 2 Tage, um uns durch die Hansestadt zu futtern. Könnt es besser sein? Nein, nicht wirklich.

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Aber wo beginnen, wenn man gar keine Ahnung hat, wo es was gibt und auch kein Smartphone, um sich vielleicht auf anderen Blogs inspirieren zu lassen. Am besten immer der Nase nach und drauf hoffen, dass einem was Gutes entgegenkommt. Das ist besonders wichtig am Samstagmorgen, wenn der einzige Gedanke dem ersten Kaffee und gutem Frühstück gewidmet ist. Glücklicherweise ist das Hotel direkt neben dem Hauptbahnhof – aber nein, es gibt keinen Automatenkaffee aus dem Backwerk vom Hbf – auf der anderen Seite des Hotels beginnt nämlich die Speicherstadt und die neu entstandene Hafencity. Richtung Wasser ist immer gut. Als das Kribbeln immer stärker wird, das mir klarmachen will, dass mein Körper unbedingt Koffein und Energie braucht, stehe ich grad neben Störtebeker. Mit dem Blick aufs weite Meer hinaus. Ich bitte ihn, mir ein Zeichen zu geben, wohin ich gehen muss, um meinen Hunger zu stillen. Und das Zeichen kommt sofort – eine Gruppe Touristen kommt mir mit einem ‚KaffezumGehen‘ entgegen und ich verfolge ihre Fußspuren zurück, und da ist es schon.

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Schöner hätte es auch eine Fatamorgana nicht kreieren können und der Name könnte nicht passender sein – der „Lieblingsplatz“. Ein wirklich schönes Stück Hamburg. Hier gibt es wirklich alles, was das Frühstücksherz begehrt. Süßes und Herzhaftes in allen Variationen. Muffins, Kuchen, Torten, belegte Brote, speziell zusammengestellte Frühstücksteller und noch vieles mehr. Das Schöne an dem Laden ist, dass dort das Brot frisch gebacken wird und man kann dem Bäcker ein bisschen bei seiner Arbeit zusehen. Der Lieblingsplatz hat sogar eigene Postkarten, die praktischerweise auf der einen Seite das Hamburger U-Bahnnetz zeigen. Wer sich in Hamburg schon auskennt, kann die Postkarten mit einem lieben Gruß oder einer Bewertung an die dafür vorgesehene Riesenpinnwand anbringen. Schöne Idee!

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Wir haben dann endlich fertiggefrühstückt und wollen raus aufs Meer. Nachdem man sich durch die ganzen Millionärswohnungen durchgekämpft hat, kommt man dann endlich zum richtigen Hafen, wo man sofort auf nette Weise angebrüllt wird, die nächste Hafenrundfahrt auf einem Schiff mitzumachen. Gebrüllt – getan! Bevor wir ablegen können, muss sich allerdings noch die Queen Victoria aus dem Hafen rausmanövrieren. Super, dann hat man noch ein bisschen Zeit sich das obligatorische Fischbrötchen bei einem der vielen Kioske zu kaufen. Die einstündige Schifffahrt wird ja bestimmt Hunger machen. Moin, einmal Hering und einmal Makrele, bitte. Und schon geht’s rauf aufs Schiff. Wir schippern durch den Hafen. Unser Kapitän lässt natürlich keinen Kalauer aus und bringt uns tatsächlich so manchmal zum Lachen. Fischbrötchen machen also lustig. Gut zu wissen.

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Nach der Fahrt geht der Spaziergang weiter am Hafen entlang und so langsam kommt der erste Bier- bzw. Irishcoffeewunsch auf. Also rein in die nächste Bar, das Lokal Lutter&Wegner direkt am Fischmarkt . Da die Sonne aber so schön scheint, gehen wir nicht rein, sondern setzen uns mit Wolldecken bepackt raus. Wunderschön, was für ein Glück Hamburg im Januar oder überhaupt mit Sonne erleben zu dürfen. Unser Kapitän meinte ja, in Hamburg wäre gutes Wetter, wenn es mal nicht regnet.

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Von den Getränken gestärkt geht es dann weiter Richtung Haifischbar. Da der Hunger zu dem Zeitpunkt leider nicht mehr so groß ist, besuchen wir die Haifischbar nicht, aber unser Kapitän sagte, dass dieses Lokal die Kultkneipe in Hamburg sei. Wir schauen aber trotzdem mal kurz rein und das Ambiente ist wunderschön urig und original Hamburg. Schade, hätte gern den Labskaus dort gegessen, aber nächstes Mal bestimmt. Falls ihr in Hamburg sein solltet, würde ich auf jeden Fall reingehen.

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Und weiter geht’s die Treppen hoch Richtung St. Pauli, wo wir am nächsten Restaurant vorbeikommen, das wir nur kurz von innen besuchen – ok, es gibt auch ein Bier dazu. Das Restaurant „Elbblick“ liegt schön erhöht und man kann über den ganzen Hafen schauen. Im Sommer ist es bestimmt besonders zu empfehlen, wenn man draussen sitzen kann. Das Menü hört sich auch gut an – ich würde mal sagen, Fisch und Vielfalt. Leider haben wir immer noch keinen Hunger und können das nicht testen, aber das kann ja noch werden.

Die Sonne geht allmählich unter und wir lassen den Hafen hinter uns. Mit der U-Bahn gehts Richtung City und wir machen einen Spaziergang vom Jungfernstieg bis zum Universitätsviertel. Und siehe da – der Hunger ist zurück, also wird das nächste Plätzchen gesucht. Die Wahl fällt ganz typisch für Hamburg auf ein veganes, indisches Restaurant – das Golden Temple Teehaus. Schon wenn man die Tür aufmacht, fühlt man sich entspannter. Beruhigende Klänge aus den Lautsprechern, Räucherstäbchenduft und neben normalen kleinen Tischen auch eine große Liegeecke im hinteren Teil des Lokals. Wir setzen uns bedächtig und studieren die Speisekarte, wobei studieren wirklich das richtige Wort ist, da man sich erstmal zurechtfinden muss, bei ca. 10 Seiten Teeangebot. Unsere Wahl fällt auf das Erdnuss-Gemüse-Curry, Süßkartoffel-Birnen Suppe und Gemüsequiche. Dazu gibt es einen Yogi Tao Tee auf Lotus Basis. Richtig lecker und dazu noch so entspannend. Wer sich noch ein bisschen Entspannung mit nach Hause nehmen möchte, kann dort auch noch Tee und andere Relaxspielereien kaufen.

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Den Magen aufs neue gefüllt geht es zum nächsten Highlight – ins Hotel und tot ins Bett fallen. Nach ein paar Stunden ausruhen, wird die Nacht eingeläutet und auf dem Weg zur Sternschanze überlegt, was jetzt das richtige sein könnte. Wir hatten von Oma’s Apotheke gehört, aber die ist an einem Samstagabend natürlich total überfüllt. Das nächste was uns dann entgegenkommt, fast ein bisschen versteckt, ist der „Südhang“. Ein schönes Restaurant, mit etwas gehobenen Preisen für das Essen, aber einer Spitzenqualität und sehr netten, zuvorkommenden Bedienungen, die auch bei einem vollbesetzten Restaurant die Nerven behalten. Wir ergattern gerade noch die letzten beiden Plätze und fühlen uns sofort wohl. Nachdem die Cocktails serviert sind, bestellen wir aufgrund unser immer noch gefüllten Bäuche lediglich die Käseplatte mit Brot und zweierlei Dip. Es überrascht, wie etwas so banales so gut schmecken kann. Der Käse wird weniger, der Alkoholpegel höher und wir sind bereit für die Nacht und Feierei. Wer es dann schafft, am frühen Sonntagmorgen wach zu sein, muss natürlich beim Fischmarkt vorbeischauen, wo es frischen Fisch und anderes Allerlei zu kaufen gibt.

Der nächste Morgen ist das Wetter ein bisschen grauer, aber dank der Käseplatte bleibt der Kater aus. Frühstück muss her, aber sofort. Da nicht viel Zeit zum Suchen da ist, geht es noch einmal zum Lieblingsplatz, ist ja klar. Da ich Hamburg nicht verlassen will, ohne in einem richtigen Fischrestaurant gegessen zu haben, ist dies der Auftrag des Tages. Nach einem langen Spaziergang durch Hamburg’s Straßen und einigem Nachfragen wird uns die „Alt Helgoländer Fischstube“ direkt am Hafen empfohlen. Da der Hunger noch nicht so groß ist, gönnen wir uns vorher noch einen Aperitif im „Elbwerk“, einer Bar mit einer fantastischen Aussicht über den Hafen. Die schwarz-pinke Einrichtung hier ist zwar nicht so meins, aber die Drinks waren lecker. Zudem hat das Elbwerk interessante Aktionen wie Mr. Postman (zu jedem Drink gibt es eine Postkarte und sie verschicken diese auch) oder Pimp your Drink (du wählst die Zutaten für deinen Drink, und sie mixen auf Wunsche). Den Tatortabend gibt es hier natürlich auch. Alle schön und gut, aber dann wird es wirklich Zeit für Fisch.

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Was uns dann in der Alt Helgoländer Fischstube erwartet, kann man nun als krönenden Abschluss unserer Schlemmerei durch die Hansestadt bezeichnen. Als Vorspeise gibt es frische, gegrillte Jakobsmuscheln auf Kartoffelstampf und endlich den langersehnten Labskaus. Schön das es davon einen kleinen Probierteller gibt, damit noch Platz für die Hauptspeisen gelassen werden kann. Ich esse zwar gerne Fisch, aber wenn es um Meeresfrüchte geht, bin ich nicht mehr zu halten. Umso glücklicher bin ich, dass die Jakobsmuscheln auf den Punkt gegrillt und lecker leicht gewürzt sind. Mir läuft jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Ich bin immer noch auf der Suche nach so frischer Fischqualität hier in Berlin

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Zum Hauptgang werden dann zwei Teller mit unterschiedlichen Fischvariationen serviert. Einmal mit gedünstetem Lachs, Heilbutt und Steinbeißer, die in einer Tomaten-Currysoße schwammen. Der andere Teller kommt ohne Soße aus, dafür aber mit gegrilltem Rotbarsch und noch einmal mit der Kombination Lachs, Heilbutt, Steinbeißer und Garnele. Das ebenfalls gegrillte Gemüse wird dabei fast gar nicht weiter beachtet. Ich möchte diese Gerichte eigentlich auch nicht weiter beschreiben, da jede Bewertung zu wenig wäre. Einfach fantastisch lecker! Wir sehen uns bestimmt mal wieder!

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Bis ganz bald und mach’s gut! Ahoi!

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