Where to eat – London #Islington

Was passiert, wenn man unbedingt seinen Lieblings-DJ mal wieder live erleben möchte, der sich aber seit Jahren schon nicht mehr in Deutschland blicken lässt? Klar, man fliegt ihm hinterher und landet an einem Freitagabend in der Fabric in London und tanzt sich eben dort die Seele aus dem Leib. Praktischerweise hat man am nächsten Tag so unglaublich großen Kohldampf, dass alles Sightseeing egal wird und man sich dazu entschliesst, das restliche Wochenende dem kulinarischen London zu widmen.

Das Hotel liegt glücklicherweise in Islington, nur 10 Gehminuten von der Camden Passage entfernt, in der sich Bohème und High Class die Klinke in die Hand geben. Das erste Ziel am späten Morgen ist natürlich Kaffee, Frühstück und nochmal Kaffee. Die wesentlich angenehmere Sonne als in Berlin bringt uns an den nächstbesten Platz im Freien – man muss sich eben schnell entscheiden, da die Draußenplätze natürlich sofort besetzt sind. So landen wir, ohne genauer hingesehen zu haben, in dem österreichischen Lokal ‚Kipferl‘ – klar, typisch englisch eben. Nun gut, Kaffee und energiereiche Kost ist jetzt wirklich wichtiger als alles andere. Deshalb bestelle ich einen ganz extravaganten schwarzen Kaffee mit ein wenig Milch und mein gegenüber ein Bier – ok, jeder versteht unter Kaffee eben was anderes. Dazu wird ein Megaomlett mit Pilzen und Walnüssen bestellt und dazu eine Extraportion Bacon – ein bisschen England muss schon sein. Ich geniesse das Essen, das Koffein und den Blick auf die vorbeilaufenden Menschen – alle sind in Weekendstimmung und die Sonne tut ihr Übriges.

DSC01988

Und als mein Blick so durch die Straße schweift, bleibt er plötzlich wie angewurzelt hängen – Was ist denn das? Relativ klein, aber er ist definitiv da – ein Schokoladenladen. Ich beginne breit zu grinsen und freue mich sofort auf Schokonachtisch nach dem Frühstück. Als ich in das kleine Schokoparadies ‚Paul A Young‘ eintrete, weiß ich, dass ich Probleme bekommen werde. Neben Tafeln, Brownies und Schokolollies schaue ich auf einen Tisch mit ungefährt 20 verschiedenen Schokokugeln mit unterschiedlichen Füllungen und Ummantelungen. Ok, ich muss mich beherrschen – ich nehme nur 2 Kugeln, ach nein, dann doch 3, ach ’ne ungerade Zahl ist auch Quatsch, dann halt 4 – das muss reichen. So schnell bezahlen und raus hier, nur noch schnell einen Happ von dem Brownie, der zum probieren ausliegt – oh mein Gott – total zart, ein bisschen matschig innen und oben drauf noch eine Extraschicht aus Schokolade. Ich kann nicht anders, ich muss den haben! Jetzt aber schnell weg. Das ich am nächsten Tag nochmal da war, ist dann wohl überflüssig zu schreiben.

DSC01994

DSC01997

DSC01996

Gut, der Magen ist voll und das Gehirn benebelt von der Schokolade. Weiter geht es durch die Camden Passage und die Straßen drum herum. Unglaublich wie viele Möglichkeiten es hier gibt, sich den Bauch voll zu schlagen. Aber ich muss mich unbedingt wenigstens ein bisschen bewegen, um den nächsten Besuch auch nur ansatzweise zu rechtfertigen. Ich gehe also nicht in die Creperie und auch nicht in den Cupcakeladen.

DSC02002

Nach 2 Stunden, oder gefühlten 6, geht es dann endlich weiter zum mediterranen ‚Fig&Olive‘. Es gibt eine Quiche und grüne Spargel mit Ziegenkäse überbacken – sehr lecker. Für einen leichten Nachmittagssnack sehr zu empfehlen.

DSC02011

Am Abend treffen wir uns mit Freunden, die in London wohnen und die uns zu einer ein wenig gehobeneren Ecke führen. Aber auch das muss eben sein, wenn man in London ist. Es geht ins ‚Galvin Café a Vin‘ in der Nähe der Liverpool Street. Als Aperitiv gibt es eine gemischt Käse- und Wurstplatte vom Feinsten und ein Tartar aus Rindfleisch. Danach ein perfekt gebratenens Rindersteak, die wohl zartesten Lammrippchen der Welt und Risotto. Klingt alles gut aber wohl nicht spektakulär. Das haben die in einer Pesto-Knoblauchsoße servierten Schnecken übernommen. Ich habe bis dahin in meinem Leben noch keine Schnecken gegessen und war auch der Überzeugung, dass ich das nicht könnte, aber diese waren einfach genial. Ich habe sie zunächst nur bei meinem Tischnachbar probiert und musste sie nochmal ganz für mich alleine bestellen. Mhhhh!!

DSC02046

DSC02050

DSC02051

DSC02054

Nach der großen Föllerei geht’s weiter ins Londoner Nachtleben und es wird schwierig über die zahlreichen Bars zu schreiben, in denen wir waren. Fotos sind die einzig überlebenden Erinnerungen.

DSC02073

Das Gute an so einer Nacht ist wiederum der nächste Morgen, der wieder nur dem Essenfassen gilt. Also geht’s zurück in die Camden Passage zum berühmten ‚Breakfast Club‘. Hier müssen wir zwar Schlange stehen, um reinzukommen, aber glückerweise befindet er sich direkt gegenüber dem ‚Kipferl‘, so dass wir dort schonmal unseren Wartekaffee besorgen können. Als wir dann endlich sitzen gibt es einen Powersmoothie für jeden von uns. Dazu ein diesmal wirklich typisches Englischbreakfast mit allem was dazu gehört, ein Avocadosandwich mit pochiertem Ei und ein so genanntes ‚Benedict‘, Ein auf Toast in verschiedenen Formen. Es wird geschwiegen und gegessen und erst nach dem letzten Bissen schaffen wir es zu lächeln, dem Kater ein wenig zu verzeihen und den letzten Abend als vollkommen gelungen zu betrachten.

So begleitete uns das Londoner Essen vom Guten zum Bösen und zurück. Es lässt dich auf keinen Fall im Stich!

DSC02102

DSC02111

DSC02106

DSC02108

DSC02105

Alle Lokale im Überblick:

Kipferl : www.kipferl.co.uk

Paul A Young : www.paulayoung.co.uk

Fig & Olive: www.figolive.co.uk

Galvin Café a Vin : www.galvinrestaurants.com

Breakfast Club : www.thebreakfastclubcafes.com

 

 

 

 

2 thoughts on “Where to eat – London #Islington

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s