Phnom Penh und Koh Rong Samloem – 3 Monate Rucksnacking durch Südostasien

Royal Palace Phnom Penh

Die erste Woche ist nun vorbei und ich würde sagen, jetzt komme ich allmählich an. Nach einem langen Flug, den ich dank Beruhigungspillen gut überstanden habe (ich habe ziemliche Flugangst), sind wir in der  Hauptstadt von Kambodscha, in Phnom Penh gelandet. Der Pick Up, der eigentlich vom Hostel organisiert war, ist nicht da, aber macht nichts – an sowas muss man sich ab jetzt gewöhnen und ich freue mich richtig drauf, denn deshalb mache ich ja diese Reise, um endlich mal alles Geplante und Organisierte hinter mir zu lassen.

Im Hostel angekommen, habe ich nur einen Wunsch, Essen. Ich brauche Futter, für den Blog und für mich. Das Hostel befindet dich mitten im kambodschianischen Gewusel, fast direkt neben dem Mekong. Ich mache mich bereit, lange durch die Straßen zu streifen, bis ich was Passendes finde, aber der Jägergott meint es gut mit mir. Direkt eine Straße entfernt liegt ein schöner kleiner Markt, auf dem Alles angeboten wird, worauf ich gewartet habe: Früchte und Gemüse aller Art, Fisch und Fleisch, aber auch alles andere, was der Mensch so braucht oder auch nicht braucht. Nachdem ich mir alles angeschaut habe, fällt die Entscheidung auf einen kleinen Streetfoodstand, der auch zum Markt gehört. Ich bestelle meine erste Nudelsuppe mit Meeresfrüchten und bin einfach nur glücklich, als sie heiss und duftend vor mir steht.

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Dieser Geschmack in diesem Moment, nach 15 Stunden Reise, ist einfach unvergleichlich. Und jetzt, eine Woche später, sage ich immer noch, dass mir diese erste Suppe am besten von allen geschmeckt hat.Drei Tage bleibe ich in Phnom Penh und tauche in diese neue, unbekannte Welt ein.
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Wunderschöne Tempel, wie der Royal Palace und andere imposante Wat (Tempel), erschreckende und niederschmetternde Bilder aus dem Toul Sleng Genocide Museum und interessante Menschen mit ihren  Geschichten. An jeder Ecke stehen dabei die Streetfoodstände und sobald ich etwas sehe, was ich nicht kenne, wird es gekauft. So komme ich dazu zum ersten Mal Lotusfrucht, Durian und vor allem die Jackfruit zu essen, mein neuer Lieblingssnack für zwischendurch. Super süß und saftig.
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Jeden Morgen und Abend gehe ich wieder zu meinem kleinen Markt und esse beim meinem Stand, jedes Mal etwas anderes, damit ich ja nichts verpasse. Obwohl die Wahl alles andere als leicht fällt, denn schon allein an Suppen gibt es unzählige Möglichkeiten: Siem Reap, Forest, Rural, Slek Kneng, Vietnamese, Way Ground und Cha Kror Avechok Suppe. Dazu verschiedene Kombinationen aus frittiertem Gemüse mit Fisch, Fleisch oder Meeresfrüchten.
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Am dritten Tag geht es dann weiter nach Shihanoukville, eine sehr touristische Stadt im Süden von Kambodscha, die ich niemandem empfehlen würde. Schlimmer als Mallorca, Pattaya und Phuket zusammen. Ich muss dort allerdings eine Nacht verbringen, weil am nächsten Morgen um sieben Uhr in der Früh das Boot zur Insel Koh Rong Samloem abfährt, ein kleines Paradies, zweieinhalb Stunden vom Festland entfernt. Ich bin im Hostel Huba Huba untergekommen, das aus nur sechs kleinen Holzbungalows besteht, direkt am Meer. Herrlich, überall sind Hängematten und Schaukeln in den Bäumen und es herrscht einfach nur Ruhe. Nur an der kleinen Bar/Restaurant/Rezeption plätschert leise Musik vor sich hin. Strom gibt es hier nur morgens, mittags und abends. Kein Telefon und schon gar kein Internet. Genau das brauche ich jetzt, ein bisschen Kraft tanken , bevor die Reise weiter ins Landinnere geht und ich erstmal für die nächsten Wochen keinen Strand mehr sehen werde.

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Ich bleibe auch hier drei Tage und genieße morgens frisches Obst und abends eine Suppe, die Snaow Chru, oder die Tom Yam. Die Jakobsmuscheln in Weißweinsoße haben es mir auch angetan. Ich habe sogar das Glück, an einem Montag hier zu sein, dann ist nämlich Barbecuetag. Es gibt gegrillte Garnelen, Calamari, Fisch oder Spareribs auf Khmer Art. Der Fisch und die Spareribs werden bestellt und verschlungen und seit langem hat das Fleisch den Fisch mal wieder übertroffen. In diese Marinade hätte ich mich reinlegen können.

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Leider muss auch diese paradiesische Zeit einmal zu Ende gehen und nun befinde ich mich wieder im Bus Richtung Siem Reap, die Angkor Wat besichtigen. Gut, dass die Fahrt lange dauert und im Bus Wifi angeboten wird, so habe ich endlich die Zeit, die vielen Eindrücke der ersten Woche zu verarbeiten und euch davon zu berichten.

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