Siem Reap, Stung Treng und ein geplatzter Reifen – 3 Monate Rucksnacking durch Südostasien

Ich bin mal wieder für ein paar Stunden auf der Straße und nutze die Zeit, um zu schreiben. Zusätzlich zu den sechs Stunden in einem Minibus ohne Federung auf einer Straße, naja eher ein asphaltierter Weg zwischen Siem Reap und Stung Treng (einer kleinen Stadt kurz vor Laos) ist uns gerade der Reifen geplatzt. Gut, dass die Straße wenig befahren wird, sodass uns nichts passiert ist. Nun sitze ich also in glühender Mittagshitze unter einem kleinen Strauch, der sowas ähnliches wie Schatten gibt und schreibe, während die Männer den völlig explodierten Reifen wechseln. Sowas gehört eben auch dazu.

Siem Reap, Stung Treng

Seit meinem letzten Post sind eigentlich nur ein paar Tage vergangen, aber es gibt wieder vieles über die kambodschianische Küche zu berichten. Und da muss ich an erster Stelle der lieben Chrissy vom Travelblog Perspektivenwechsel für den tollen Tipp danken, den Banh Xeo zu probieren. Zwei Tage lang habe ich mich durchgefragt, wo ich diese Art von Pfannkuchen bekommen kann. Dann endlich bei den Tempeln von Angkor Wat bringt mich der Tuk Tuk-Fahrer zu dem richtigen Stand, nachdem ich ihm ein Foto aus dem Internet gezeigt habe. Wir setzen uns und zusammen mit dem Fahrer bestellen wir die Banh Xeo. Dann habe ich tatsächlich diesen mit Sojasprossen und kleinen Garnelen gefüllten Pfannkuchen vor mir. Dazu wird ein großer Korb mit verschiedenen Salatsorten uns eine kleine Schüssel mit einer Art Erdnussöl gerreicht.

Siem Reap, Stung TrengIch bin erstmal ein wenig ratlos und schaue dem Fahrer zu, wie er anfängt, das Ding zu essen und frage ihn, ob man alles aus dem Salatkorb essen kann. Ok, alles klar: man kann alles essen und mit den Händen geht es am besten. Man nimmt ein bisschen von dem Grünzeug, reißt damit ein Stück von dem Banh Xeo ab, tunckt es in das Erdnussöl und dann rein in den Mund. Oh mein Gott, das ist sowas von lecker, ich kann gar nicht mehr aufhören. Ich könnte nach dem ersten Bissen schon eine zweite Portion bestellen, kann mich aber noch zurückhalten, denn es ist reichlich da. Nach meiner lebensrettenden Nudelsuppe zu Beginn der Reise, ist das mein neuer Favorit. Ich hoffe ich finde das nochmal in Kambodscha, denn es geht schon bald wieder weiter nach Laos.

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Abgesehen davon habe ich auch in Siem Reap „mein“ Restaurant gefunden, bei dem ich an drei von drei Nächten gegessen habe. Hier gibt es natürlich Nudelsuppe, frittierte Nudeln oder Reis (wie überall), aber auch hier gibt es frisch gegrillte Garnelen, Fleisch und Gemüse. Immer mit dem obligatorischen Sticky- oder Steamedreis dazu. Alle halbe Stunde bricht zwar der Strom zusammen, aber das Essen ist top. Und so im Dunkeln kann ja auch romantisch sein, zumal sofort eine Kerze gebracht wird. Was scharfes Essen angeht, hat man eigentlich keine Probleme, da die Köche schon auf westliche Mägen eingestellt sind. An meinem dritten Abend dort, habe ich dann zu spüren bekommen, wie die Einheimischen essen – wahrscheinlich war ich denen schon so bekannt, dass sie nicht mehr drauf geachtet haben. Mein Gott, ich bin ja so schon eine echte Memme, was westliche Schärfe angeht, aber das hat mir echt die Schuhe ausgezogen. Habe aber tapfer fast die Hälfte gegessen und einfach noch eine Portion Reis dazu bestellt. Aber ich glaube, daran werde ich mich nie gewöhnen.

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Zum Schluss habe ich noch einen Restauranttipp, der allerdings sehr touristisch angehaucht ist. Das Sugar Palm bietet asiatische Küche etwas raffinierter zubereitet, als üblicherweise auf der Straße zu kaufen. Eine spezielle Empfehlung ist hier das Amok Tofu, ein Auflauf mit Gemüse, wobei die Soße eine Art Schaum ist. Super lecker – ein besonders Geschmackserlebnis. Auch die Frühlingsrollen und das Khmer Curry sind sehr zu empfehlen, aber eher ein bisschen gewöhnlicher.

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Nun geht es aber bald weiter, der Reifen ist repariert und die Grenze von Laos nicht mehr weit.
Bis zum nächsten Mal, in Laos!

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3 thoughts on “Siem Reap, Stung Treng und ein geplatzter Reifen – 3 Monate Rucksnacking durch Südostasien

  1. Schade, dass ich deinen Artikel nicht schon früher gelesen habe … – ein paar wirklich gute Empfehlungen hast du da. Dieses „Banh Weo“ hätte ich gerne mal probiert 😀

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      1. Leider war ich nur in Siem Reap, da ich Thailand urprünglich gar nicht verlassen wollte, allein schon deswegen muss ich wieder kommen 😀

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