Dong Khong, Savannaketh und Thakhek – 3 Monate Rucksnacking durch Südostasien

Kop chai lai-lai, bedeutet vielen Dank auf Laotisch. Es ist mal wieder Zeit weiterzuziehen, obwohl wir gerne noch geblieben wären. Aber nach fast drei Wochen auf Reisen, steht unsere nächste grobe Planung fest. Es geht weiter nach Vietnam, genauer nach Hue, und dann so langsam Richtung Flughafen in Ho-Chi-Minh. Der Flug für den ersten April auf die Philippinen ist endlich gebucht, denn wir möchten einen ganzen Monat dort bleiben und dieses Paradies erkunden. Im Fokus stehen dabei die zahlreichen Tauchspots, die uns magisch anziehen. Wenn man nur mal kurz den Reiseführer durchblättert, ist die Entscheidung leicht nachzuvollziehen. Die Bilder sprechen Bände, und dafür wollen wir uns viel Zeit lassen. Nicht zuletzt ist die unglaubliche Hitze in Laos, die einen teilweise echt umhaut, ein weiterer Faktor, sich doch lieber an den Strand zu begeben.

Aber nun erstmal zurück zu Laos und meinen kulinarischen Eindrücken. Ich muss sagen, so viel Unterschied zur Küche in Kambodscha kann ich nicht feststellen, was natürlich auch nicht sonderlich überrascht. Frittierter Reis und Nudeln, Morningglory, Tom Yam oder Nudelsuppe stehen wirklich auf jeder Speisekarte. Aber auch in dieser ewig gleichen Futterwüste gibt es kleine Oasen, an denen man sich ausruhen kann.

Mekong Sonnenaufgang

Den Anfang macht das kleine Restaurant Pan’s Guesthouse mit Blick auf den Mekong, das gleichzeitig meine Bleibe für drei Nächte ist. Es befindet sich auf der Insel Dong Khong, die Teil der sogenannten Vier Tausend Inseln ist – kurz hinter der Grenze von Kambodscha und Laos.

Überfahrt nach Dong khong

Das Restaurant ist mittlerweile schon bekannt für sein gutes Essen, sodass es dort immer relativ voll ist, obwohl es links und rechts daneben auch andere gibt. Ja klar, natürlich darf der obligatorische Kram nicht fehlen, aber es gibt zwei Spezialitäten, die unbedingt erwähnt werden müssen. Das erste ist das sogenannte Lap, das mit Minze, Limette und dann entweder mit Hühnchen oder Fisch zubereitet wird. Wer das peruanische Ceviche kennt, kann sich vorstellen, wie gut das schmeckt. Und dann noch mit Blick auf den Mekong, ziemlich unbezahlbar.

Lao Fisch Lap Dong khong

Das zweite ist ein Bananenblatt gefüllt mit Fisch und Reis, das über eine Stunde gedämpft wird. Man muss also ein bisschen Zeit mitbringen und seinen Hunger unter Kontrolle halten können. Etwas, was mir mehr als schwer fällt, denn bei mir tritt komischerweise immer sofort extremer Hunger ein, sobald ich bestellt habe. Also wird noch eine Portion Frühlingsrollen bestellt, denn sonst kann ich ziemlich ungenießbar werden. Aber das Warten (was ja ein wenig geschummelt ist) lohnt sich am Ende dann doch. Erstmal ist dieses Bananenblattpäckchen super schön anzusehen, dann duftet es einfach herrlich und wenn man es dann auspackt und probiert – mhhh, lecker. Der Nachbartisch schaut interessiert zu uns rüber und sagt, nicht wissend, dass ich auch Deutsch spreche: „Guck, die Armen mussten eineinhalb Stunden auf ihr Essen warten“. Ich grinse zurück und sage nur „Es hat sich gelohnt“.

Gedämpfter Fisch in Bananenblatt


Ach ja, und bevor ich es vergesse, nach dem ganzen asiatischen Essen, das ich wirklich mehr als schätze, muss ich dann doch mal den Bananapancake zum Frühstück probieren. Ich glaube, bei diesem Foto muss ich nichts mehr dazu sagen.

Bananen pancake


Nach ein paar schönen Tagen auf den Vier Tausend Inseln geht es weiter nach Savannaketh, einer ruhigen, kleinen Stadt etwas weiter nördlich, die während des Kriegs komplett zerstört wurde und danach mithilfe der Franzosen wieder aufgebaut wurde. Und den französischen Charme spürt man in der ganzen Stadt. Das ist auch der Grund dafür, dass es hier einen kleinen Marktplatz mit einer Kirche gibt. Und auf diesem Platz gibt es jeden Abend einen Streetfoodmarkt, der vom Style her eher an die Markthalle Neun in Berlin erinnert. Die üblichen heimischen Stände sind auch dabei, aber eben auch richtige Foodtrucks und sogar ein Burgertruck im Nostalgiestyle.

VW Bus savannaketh

Streetfoodmarkt savannaketh

Streetfoodstand savannaketh

Ich bin total begeistert, aber statt des Burgers, der laut Aufschrift der beste des Landes sein soll, bestelle ich auch hier eine Nudelsuppe und in Bambuskörben gedämpfte Spezialitäten. Dabei geht hinter mir die Sonne unter und taucht den Marktplatz und die Kirche in ein tieforangenes Licht. Hach, ist das schön. Auch die Nostalgie ist übrigens an vielen Ecken zu entdecken, hier und da gibt es immer wieder Cafés und Bars, die man so auch in Neukölln finden könnte.

Vintage bar savannaketh

Sooksavanna bar

Streetfoodstand savannaketh

Am nächsten Tag mieten wir einen Roller, um ein wenig die Umgebung zu erkunden. Wir besuchen einen geschützten Naturpark und drei Seen. Am letzten See, dem See Bungva, müssen wir abrupt anhalten und trauen unseren Augen kaum.

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Auf dem See schwimmen eine Art Holzbungalows, die überall mit Sträuchern und Blumen bepflanzt sind. Es ist ein Restaurant und es duftet nach Grill. Nicht eine Sekunde wird überlegt, ob wir da reingehen.

Lake Bungva

Jeder kleine Holzbungalow ist eine separate Nische für die Gäste. Wir wählen die ganz letzte mit Rundumblick auf den See. Bevor man reingeht, zieht man sich die Schuhe aus und dann kann man auf dem Boden auf gemütlichen Kissen Platz nehmen. Wir bekommen die Speisekarte, nur mit laotischen Namen der Gerichte und Englisch spricht hier keiner. Ein paar Bilder helfen uns, aber am Ende wird einfach blind auf einen Namen getippt. Ich nehme ganz mutig das Gericht mit dem längsten Namen Sao Sa Wan Thuek Tom-Bao Wiang Chan Thuek Thot. Mal sehen, was das ist – ich verlasse mich da auf mein Jägerglück.

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Und es hat sich mal wieder bestätigt, das Essen war großartig. Tintenfischsalat, gegrillter Fisch und eine gemischte Platte mit verschiedenen Delikatessen. Der lange Name galt übrigens dem Fisch. Das ist mal wieder eine Restauranterfahrung, die ich nicht vergessen werde. Da kann ich nur nochmal sagen: Kop Chai lai-lai, bis zum nächsten Mal hoffentlich!

Hier noch eine kleine Bildergalerie aus Laos. Viel Spaß!
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4 thoughts on “Dong Khong, Savannaketh und Thakhek – 3 Monate Rucksnacking durch Südostasien

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