Raus aus der Stadt – Ein Sonntag im Spreewald

Wenn man in Berlin wohnt, hat man schier unbegrenzte Möglichkeiten für Tages- und Wochendausflüge ins Grüne – und die hat man auch nötig, wenn man sich von gestressten U-Bahnfahrgästen, launischen Radfahrern und dem restlichen Berliner Alltag erholen möchte. Meine letzte Auszeit von der Großstadt ging in das Erholungsgebiet Spreewald. Dort, wo die Welt noch in Ordnung zu sein scheint, könnt  ihr Wanderungen machen, Radfahren oder mit dem Kajak ein paar von den über 900 Kilometer Fließgewässern abpaddeln. Wir haben uns für die letztere, sportlichere Variante entschieden und haben uns paddelnderweise auf Entdeckungstour durch das UNESCO Weltnaturerbe begeben.

Ruhe pur
Ruhe pur
Hier entsteht Muskelkater
Hier entsteht Muskelkater

Anreise und Bootsverleih

Bei einer Fläche von fast 500 Quadratkilometern hat man natürlich die Qual der Wahl, wo man seinen Ausflug starten möchte. Es gibt viele Orte, die Kajak oder Kanufahrten anbieten und ein Blick ins Internet hilft euch festzulegen, was am besten zu euch passt. Wir entscheiden uns dafür, nach Lehde zu fahren und von dort aus unsere Tour zu starten.

Mit dem Auto fahren wir am Sonntagmorgen los und brauchen ca. eine Stunde bis wir beim Bootsverleih ankommen. Von Berlin aus einfach die A13 Richtung Dresden und dann bei der Ausfahrt 9 – Lübbenau abfahren. Ab da ist Lehde schon ausreichend ausgeschildert. Wer mit Bahn und Zug fahren möchte, kann problemlos ab Hauptbahnhof oder Alexanderplatz den Regionalexpress nehmen.

Wir kommen gegen 12 Uhr bei dem Kanu- & Bootsverleih Dolzke-Insel an, den wir uns schon vorher im Internet herausgesucht haben. Wir können dort auf dem großen Parkplatz parken und haben Glück, dass wir noch ein Kajak für zwei Personen bekommen. Eine Stunde später wären alle weg gewesen, daher empfiehlt es sich schon vorher Boote zu reservieren, besonders bei schönem Wetter. Aber keine Angst, denn auf der Homepage vom Spreewald, sind alle Bootsverleihe aus den verschiedenen Dörfern gelistet, wo man vielleicht noch ein freies Boots finden kann. 

Bootsverleih Dolzke-Insel
Bootsverleih Dolzke-Insel
Wunderschöne Häuser
Wunderschöne Häuser

Wasserlabyrinth und kleine Stärkungen

Nach einer kurzen Einweisung vom Bootspersonal und ausgerüstet mit einer laminierten Land- oder eher Wasserstraßenkarte legen wir los. Unser Ziel ist es, von Lehde bis zum Dorf Leipe zu paddeln – Hin- und Rücktour dauern ca. 3 Stunden. Nach einigen anfänglichen Koordinierungschwierigkeiten, die uns vor allem beim Überholen der gemächlichen Kahnfahrten in die Bredouille bringen, finden wir unseren Rhythmus und gleiten in diesem riesigen Wasser Labyrinth dahin. Und obwohl das Wetter herrlich ist und dementsprechend viele Leute unterwegs sind, können wir doch die meiste Zeit allein genießen. Vorbei an idyllischen Gärten, alten Häusern, dichten Wäldern und weiten Schliffflächen – der Inbegriff von Ruhe und Erholung. Nach anderthalb Stunden erreichen wir die Schleuse 47, die von einem freundlichen Mann alle paar Minuten per Hand betätigt wird. Was für eine Arbeit! Die kleine Trinkgeldbox, die am Rand der Schleuse steht, füttern wir also gerne.

Warten an der Schleuse
Warten an der Schleuse

Dann kommt so langsam der Hunger auf, denn Kajakfahren ist dann doch härter als es von außen aussieht. Auch wenn ich immer ein entspanntes Gesicht auflege, wenn uns jemand entgegenkommt, damit keiner merkt, wie anstrengend das für mich ist. In Lehde und Leipe gibt es glücklicherweise mehre Gasthäuser und Cafés, bei denen man anlegen und sich stärken kann.

Cafe zur Spreewälderin
Zur Hauptsaison von April bis Oktober ist das Café täglich von 11.30 Uhr – 17.30 Uhr geöffnet. Es gibt leckere Kuchen und hausgemachte Hefeplinsen nach Omas Originalrezept.

Hafenperle
Ein kleiner gemütlicher Imbiss mit kleinen Leckereien.

Pohlenzschänke
Ein bisschen weiter weg, aber den Umweg wert. Dieses historische Gasthaus ist das älteste Wirtshaus im Spreewald und auch für größere Veranstaltungen beliebt.

Das Gurkenmuseum
In dem Museum, das sich in der Hotelanlage Starick befindet, kann man alles über das berühmte Gemüse aus dem Spreewald erfahren. Vorher oder nachher kann man sich natürlich auch daran satt essen.

Gasthaus „Froschkönig
Für den Froschkönig haben auch wir uns auf unserer Fahrt entschieden. Es gibt Kaffee, Kuchen und auch deftige Spezialitäten aus dem Spreewald. Wir nehmen die Zweierlei Matjes von der Tageskarte und probieren dazu die Rote Brause.

Zweierlei Matjes im Froschkönig
Zweierlei Matjes im Froschkönig
Nächste Pause ist in Sicht
Nächste Pause ist in Sicht
Hier geht's lang
Hier geht’s lang

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