Where to eat – Liechtenstein

Berggasthof Suecka

Liechtenstein – etwa 20 Minuten braucht man um den kleinen Staat mit dem Auto zu durchqueren. Vorausgesetzt natürlich, es gibt keinen Verkehr. Etwa 37.000 Einwohner zählt der kleinste Staat im deutschen Sprachraum. Mit einem kurzen Blick auf den Personalausweis passieren wir die Landesgrenze. Warum wir hier sind, fragt der Grenzbeamte. Kurzurlaub, antworten wir. Er antwortet mit einem erstaunten Stirnrunzeln. Dabei ist das gar nicht so erstaunlich. Die kleine Schwester der Schweiz zeichnet sich durch traumhafte Landschaften und wunderschöne Höhen- und Wanderwege aus. Ungefähr die Hälfte des Landes liegt im Gebirge. Durch saftiges Grün schlängelt sich der Rhein.

Wirtschaftlich ist Liechtenstein eng mit der Schweiz verbunden. Man zahlt daher in Schweizer Franken. Und auch kulinarisch liegt der Zwergenstaat irgendwo zwischen den großen Nachbarn Österreich und Schweiz. Auf der Speisekarte stehen zumeist Klassiker wie Rösti, Käseknöpfli und natürlich Käsefondue. Probieren sollte man vor allem den Liechtensteiner Wein, der nicht exportiert wird und nur hier probiert werden kann. Leider haben auch die meisten Preise Schweizer Niveau. Für ein Hauptgericht sollte man in günstigen Restaurants zwischen 20 und 30 Euro veranschlagen. In den gehobeneren Adressen kann man schnell mal bei 70€ pro Hauptgericht liegen. Also besser an der wunderschönen Landschaft satt sehen.

Schloss Vaduz
Das Schloss Vaduz – Sitz des Fürstenhauses Liechtenstein
liechtenstein-rheintal
Blick in das Rheintal

Sücka – eine Nacht im Berggasthof

Wer nach Liechtenstein reist, hat die Auswahl zwischen ganzen 11 Gemeinden. Triesenberg gilt als die schönste des Staates. Sie ist nicht nur die höchstgelegenste, sondern auch die größte Gemeinde Liechtensteins. Wir entscheiden uns für eine Nacht im Berggasthof Sücka – etwa 1400 Meter über dem Meeresspiegel.

Uns erwartet eine extrem gastfreundliche und resolute Wirtin, ein verschmuster Kater und ein einsames Schwein. Der Berggasthof ist für sein Käsefondue bekannt. Dazu bestellen wir Apfelmost, der in der Gegend produziert wird, erinnert etwas an Cidre, ist aber auch alkoholfrei erhältlich und gehört zu meinen neuen Lieblingsgetränken. Am nächsten Morgen halten wir uns noch immer die vollen Käsebäuche, als wir beim Frühstück auftauchen. Ob wir noch voll wären vom Fondue, will die Wirtin etwas verwundert wissen. Wir bejahen das und erfragen schnell die beste Wanderroute für die Umgebung. Nach kurzer Beratung befinden wir uns ein wenig später in wunderschöner Natur und nach einigen Stunden Weg liegt auch das Käsefondue nicht mehr allzu schwer im Magen.

Berggasthof Sücka
Sückastrasse 41, Postfach 1042, 9497 Triesenberg

triesenberg hotel

Berggasthof Suecka

Gasthof Suecka

Berggasthof Sücka
Klassisches Käsefondue im Berggasthof Sücka

Steg

Gegenüber der Alpe Sücka liegt die Mini-Gemeinde Steg, die ebenfalls zu Triesenberg gehört. Die ältesten Häuser stammen aus dem 17. Jahrhundert. Wie auf einer Perlenkette aufgereiht, liegen die kleinen Holzhäuschen auf saftigem Grün. Der Malbuner Bach schlängelt sich durch die Landschaft. 2 kleine Bergseen verschönern die perfekte Kulisse. Die kleine Kapelle des Ortes wurde im Jahr 1817 gebaut. In der Nebensaison stehen wir allerdings vor verschlossenen Türen. Viel ist hier nicht los, denn die meisten Häuser sind mittlerweile Feriendomizile. Es gibt hier keine Geschäfte, keinen Supermarkt. Und Menschen sind irgendwie auch nicht zu sehen. Endlich mal Ruhe.

Bergstübli
Die Dorfkneipe in Steg ist die einzige gastronomische Einrichtung. Ein plötzlicher Regenschauer lässt uns in die Kneipe flüchten. Wir sind angenehm überrascht. Es ist urig, gemütlich und es gibt eine kleine Speisekarte. Wir bestellen Rösti mit Käse und Apfelmost. An diesem Tag sind wir die einzigen Touristen im Bergstübli. Am Stammtisch sitzen die Männer des Ortes und unterhalten sich – im allemannischen Dialekt, der in Liechtenstein gesprochen wird. Wir verstehen kein Wort.
Steg 101, 9497 Triesenberg, Liechtenstein

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Die Kapelle in Steg
Steg-bergstübli
Kurze Pause: Käserösti im Bergstübli

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Vaduz – ein Abstecher in die Hauptstadt

So etwa 30 Minuten braucht man, um die komplette Hauptstadt des Landes zu sehen. Und sind wir mal ganz ehrlich. So richtig viel zu sehen, gibt es hier nicht. Das Kunstmuseum hat eine interessante Sammlung und ist mit seinem kleinen Café außerdem der richtige Ort für eine Pause in der „Innenstadt“. Wir schlendern einmal über den Peter-Kaiser-Platz, stöbern etwas im örtlichen Supermarkt, der übrigens auch sonntags geöffnet hat. Mit ein paar Flaschen Apfelmost und Schweizer Schokolade im Gepäck, verlassen wir schließlich einen der kleinsten Staaten der Welt.

 

kunstmuseum-liechtensteinvaduz-museum

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Das Landtagsgebäude auf dem Peter-Kaiser-Platz

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Foodie | Traveler | Berlin | München Blog: www.jaegerundsammlerblog.com Twitter: @janinaamendt

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