Reiseziele 2017 #Blogparade

Reiseziele 2017

Ich will einfach nur zuhause bleiben! Ein Satz, den ich vor einigen Wochen gedacht habe, als morgens unser Wecker klingelte und ein Flug nach Athen auf dem Plan stand. Es ist tatsächlich so: Ich bin reisemüde geworden.

Und warum das so ist, darüber habe ich mich mir im Rahmen der Blogparade „Reiseziele 2017“ der lieben Jessica von Yummy Travel Gedanken gemacht. Ja, in der Blogparade geht es um Reiseziele und nicht um Luxus-Probleme. Aber keine Sorge, dazu komme ich noch.

Einfach mal daheim sein

Ich muss noch einmal kurz zurückdrehen. Hinter mir liegt ein aufregendes, aber auch anstrengendes Jahr. Nach einem Jahr Fernbeziehung und stundenlangen Zugfahrten hatte ich mich endlich dazu entschlossen von Berlin nach München zu ziehen. Den festen Vorsatz im Gepäck: Dieses Jahr wird ruhiger.

Weit gefehlt. Ich war 2016 wohl so viel unterwegs wie noch nie. Noch dazu kam, dass mich so viele Leute in der neuen Heimat besuchen wollten, dass ich quasi nie alleine war. In den vergangenen 12 Monaten war ich in Israel, Prag, Kanada, in den USA, Liechtenstein, Salzburg, Griechenland und zweimal in Wien. Sämtliche kleinen und großen Reisen in Deutschland sind hier noch nicht mitgezählt. Eine Reise nach Indien haben wir sogar noch auf den letzten Drücker abgesagt.

Und natürlich, ich bin selber Schuld. Kein Mensch hat mich in den Flieger gezwungen. Meistens war ich daheim sogar die treibende Kraft der durchgeführten Reisen. Irgendwie war ich immer unruhig, rastlos. Und nein, ich will mich hier wirklich nicht über zu viel Urlaub beschweren. Ich bin ziemlich dankbar, dass ich in den letzten Monaten so viele herrliche Plätze sehen konnte und mir sogar mehr als einen Urlaub im Jahr leisten kann.

Trotzdem, das Reisen hat sich in den letzten Jahren für mich verändert. Ich habe mich selbst übersättigt. In letzter Zeit fange ich ständig an meine Reisen miteinander zu vergleichen. Welcher Trip war am tollsten, welche Natur am schönsten? Ich würde jetzt auch wirklich gerne behaupten, dass es mich wirklich nicht interessiert, wenn ich die Reisebilder von anderen in den Sozialen Netzwerken sehe. Neidisch? Ich doch nicht. Ob mich das Bloggen manchmal auch negativ beeinflusst? Überhaupt nicht…oder doch?

Die berühmten Kirschen in Nachbars Garten

Aber mal ehrlich: Ich erwische mich häufiger bei dem Gedanken, dass alle anderen doch viel mehr unterwegs sind als ich. Instagram bestätigt mir das dann auch im Sekundentakt. Und durch die Bloggerei besteht mein Facebook eigentlich nur noch aus traumhaften Karibik-Berichten. Macht eigentlich jeder außer mir eine Weltreise?

Ständig habe ich angeblich die allerallergünstigsten  Zug- oder Flugtickets gefunden, da muss man doch einfach verreisen, oder? In München kann sich eigentlich kaum jemand mit mir am Wochenende verabreden, weil ich manchmal schon für Wochen ausgebucht bin. Und zwei Mal an den gleichen Ort fahren, selbst wenn es mir richtig gut gefallen hat? Nein, unmöglich. Es gibt doch noch so viele Ziele auf meiner „Liste“. Von welcher Liste spreche ich hier überhaupt?

Fällt Urlaub 2017 jetzt aus?

Das nicht das Reisen sich ändern muss, sondern ich mein Verhalten, ist mir in den letzten Wochen so richtig klar geworden. Mehr Ruhe kann nur ich selbst in mein Leben bringen. Deswegen habe ich meine Reisepläne für 2017 dann noch einmal gehörig umgeworfen. Unsere geplante Fernreise wurde durch einen Sommerurlaub in der Provence ersetzt. Dort soll es mal kein großer Road Trip werden. Vielmehr 10 Tage an einem Ort mit viel guter Küche, viel Sonne und viel Sport. Außerdem plane ich gerade einen kleinen Wanderurlaub in Österreich oder Südtirol. Draußen sein und Wandern, das tut mir einfach gut und 2017 will ich meinem Körper davon noch viel mehr gönnen.

Zum Ende des Jahres würde ich mir noch einen kleinen Outdoor-Trip nach Irland oder Wales wünschen. Das ist schon sehr lange ein großer Wunsch von mir. Mal sehen, ob sich das beruflich einrichten lässt. Städtetrips habe ich bisher nicht wirklich im Auge. Ich werde bestimmt mal wieder nach Berlin fahren, aber das ist für mich doch mehr Heimatbesuch als Urlaub. Generell würde ich aber gerne noch mehr in Deutschland sehen. Vielleicht mal nach Frankfurt, Erfurt, Stuttgart oder Hannover? Ziele mit kurzer Anfahrt, das eigene Land entdecken.

An manchen Tagen juckt es mich immer noch in den Fingern und ich suche nach Flügen in Richtung Japan, China oder Neuseeland. Aber mein fester Vorsatz für 2017 lautet Entschleunigung. Weniger Reisen, dafür bewusster. Dankbar sein und weniger rummeckern! Reisen ohne Vergleiche. Auf mich selbst schauen und nicht auf das Leben anderer. Und auch mal das gleiche Ziel zwei Mal buchen ;).

So, genug gejammert. Aber geht es euch manchmal ähnlich? Wart ihr auch schon mal reisemüde oder einfach übersättigt von zu vollgepackten Trips oder Reisen? Habt ihr schon Reisepläne für 2017? Wenn ja, wo geht es hin? Ich freue mich über eure Kommentare und Meinungen. Schaut gerne auch mal bei all den anderen TeilnehmerInnen vorbei. Eine Auflistung findet ihr hier.

Veröffentlicht von

Foodie | Traveler | Berlin | München Blog: www.jaegerundsammlerblog.com Twitter: @janinaamendt

7 thoughts on “Reiseziele 2017 #Blogparade

  1. Mir geht es ähnlich – viel unterwegs, aber immer auf andere schielend: Wo fahren die hin, wäre das nicht toller? Und außerdem – sind die nicht noch öfter auf Reisen? Drum einfach mal runter vom Gas, die eigenen, schönen Reisen umso mehr genießen! LG Karin

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  2. Hi Janina,
    da hast du absolut Recht! Ich versuche auch gerade nicht in diese Falle zu treten…
    Für den Frühling habe ich mir fest vorgenommen einfach mal eine Woche daheim Urlaub zu machen. Keine stundenlange Anreise, kein Clash der Kulturen, keine anstrengenden Roadtrips mit jeder Nacht in einer anderen Unterkunft.
    Einfach mal entspannen, die eigene Stadt entdecken und ansonsten auch vielleicht mal nix machen 😉
    Ich habe nämlich festgestellt, dass ich in meiner Heimatstadt die meisten der Sehenswürdigkeiten die ich Besuchern empfehlen würde selbst noch nie besichtigt habe! Das sollte ich aber mal dringend nachholen…

    LG, Julia

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  3. Hey,
    Toller Artikel! Ich finde es auch total wichtig, die eigene Umgebung als „Urlaub“ zu sehen. Ich komme aus München, und hier in Bayern gibt es einfach so viele wunderschöne Orte, Seen und Berge zu entdecken!
    Außerdem führe ich aktuell eine Fernbeziehung von München nach Dublin und dafür geht leider das meiste meines Werkstudentengehalts drauf 😄 Aber jeder Wochenendtrip nach Dublin ist ein bisschen wie Urlaub, man kommt immer mal wieder raus aus dem eigenen Land 🙂 und im Juni sind mein Freund und ich für eine Woche in Norwegen zum Wandern!
    LG 🙂

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    1. Fernbeziehungen sind zwar nervig, aber die Kombination Dublin/ München ist wirklich super. Nach Dublin soll es vielleicht im Oktober für mich gehen. Irland muss ja wirklich traumhaft schön sein. Viel Spaß in Norwegen. Ich war bisher nur zweimal in Oslo und würde gerne noch mehr von diesem schönen Land sehen.

      LG
      Janina

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