Where to eat – Seattle

Biscuit Bitch Seattle

10 Minuten Fahrt auf der Autobahn, dann sehen wir sie endlich – die Skyline von Seattle. Rechts von uns die Berge, links erhaschen wir einen Blick auf die Elliot Bay. Die Wildnis ist in der Metropole zum Greifen nah – eine fantastische Kombination.

Seattle ist die größte Stadt im Nordwesten der USA – berühmt für die sagenhaft schöne Umgebung, berüchtigt für viele Regenmonate im Jahr. Hier gab es den ersten Starbucks und Unternehmen wie Amazon, Microsoft oder Boeing ziehen seit Jahren junge Menschen aus der ganzen Welt an. Die Stadt fühlt sich gleich bekannt an, denn in der Umgebung wurden zahlreiche Filme gedreht. Von Klassikern wie Twin Peaks und Schlaflos in Seattle bis hin zu Teenie-Filmen wie Twillight oder 10 Dinge, die ich an dir hasse. Seattle gefällt mir sofort. Warum unsere Reise aber doch erst mal mit Tränen beginnt, erfahrt ihr in unserem Reisebericht:

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Von Tränen, glücklichen Wendungen und King Size Betten – Queen Anne Viertel

Unsere Reisekasse ist am Ende des Trips mehr als überstrapaziert, daher entscheiden wir uns für ein günstiges Motel in Seattle. Soweit zumindest der Plan. Eine Online-Buchung später sitze ich auf einem schäbigen Bettüberwurf in einem dunklen Zimmer, das vor uns definitiv ein Raucher bewohnt hat. Die Fenster schließen nicht richtig, das Motel liegt auch noch an einer großen Hauptstraße. Ich bin müde, kaputt und mir steckt außerdem noch eine Erkältung in den Knochen. Das Badezimmer ist sauber, immerhin. Trotzdem sollen wir für die deprimierende Unterkunft 100 Dollar pro Nacht zahlen. Ich weiß nicht, ob ich heulen oder lachen soll. Und noch bevor ich mich für die erste Variante entscheide, flüchten wir aus dem depressiven Schuppen.

Über Booking.com buchen wir unvernünftiger Weise ein hochwertiges Hotel in der Innenstadt. Wir einigen uns daheim auf einen Monat Miraculi und Butterbrote und zücken trotz leerer Kasse die Kreditkarte. Ein echter Glücksfall, wie wir im Nachhinein feststellen. Aufgrund einer Überbuchung kann man uns 10 Minuten später im MarQueen Hotel nur noch eine Junior Suite zu unserem gebuchten Doppelzimmer-Preis anbieten. Selten hatte ich ein so großes Hotelzimmer. Alleine das Bett ist so groß wie unser komplettes Schlafzimmer. Das Frühstück ist allerdings etwas dürftig. Dafür ist die Lage spitze – fußläufig zur Innenstadt, aber dennoch weit genug entfernt von den überlaufenen Touristenplätzen.

  • Blue Water Taco Grill
    Von dem kleinen Mexikaner, direkt gegenüber von unserem Hotel waren wir total positiv überrascht. Frische und leckere Küche zu fairen Preisen. Hier trifft man eher auf Locals, als auf andere Touristen.
    515 Queen Anne Ave N, Seattle
  • La Marzocco Café
    Das kleine Café ist ein Takeover Café. Jeden Monat übernimmt eine andere Rösterei aus den USA den kleinen Stand in den Räumlichkeiten des Radiosenders KEXP. Die Mischung stimmt – schnelles WLAN, gute Musik und köstlicher Kaffee. Wir schauen irgendwann auf die Uhr und merken, dass wir fast 4 Stunden hier verbracht haben.
    472 1st Ave N, Seattle
  • How to cook a Wolf
    Im How to cook a Wolf hat man sich rustikaler Küche mit hochwertigen Produkten verschreiben. Hier stehen vor allem Pastagerichte sowie raffinierte Salate auf der Karte.
    2208 Queen Anne Ave N, Seattle
  • MarQueen Hotel
    Die Hotelpreise in Seattle sind nicht gerade günstig und die bezahlbaren Möglichkeiten sind in der Hauptsaison dementsprechend schnell ausgebucht. MarQueen liegt preislich im oberen Mittelfeld und bietet dafür aber ein gutes Angebot. Die Zimmer sind groß, die Betten extrem gemütlich und die Innenstadt ist fußläufig zu erreichen.
    600 Queen Anne Ave N, Seattle
  • Trader Joe’s
    Kein Besuch in den USA wäre für mich rund, ohne einen Besuch bei Trader Joe’s. Wie immer stellt sich mir die Frage, warum der ALDI daheim nicht so cool und lässig aussehen kann, wie das amerikanische Schwesterunternehmen. Hier decke ich mich gerne mit Getränken, kleinen Snacks und Proviant für die „anstrengende“ City-Tour ein, denn die Preise sind deutlich humaner als bei den großen Supermarkt-Ketten.
    1916 Queen Anne Ave N, Seattle
  • Biscuit Bitch
    Der Begriff Biscuit klingt für uns zwar eher süß, dahinter versteckt sich in den USA aber ein herzhaftes Gericht. Die trockenen Brötchen werden vor allem zum Frühstück mit Käse, Bacon und Ei gefüllt. In Seattle hat sich Biscuit Bitch mit 3 Standorten auf den Klassiker spezialisiert. Für mich war die Mischung eher gewöhnungsbedürftigt. Der Standort in Belltown gehört zwar nicht mehr zum Queen Anne Viertel ist aber fußläufig schnell zu erreichen.
    2303 3rd Ave, Seattle

Queen Anne Seattle

Queen Anne Seattle
Blue Water Taco Grill im Queen Anne Viertel
Queen Anne Seattle
Lachs Tacos mit Guacamole im Blue Water Grill
Coffeeshop in Seattle
Takeover-Konzept – das La Marzocco Café

Der Pike Place Market in Seattle – Gedränge und Gaumenfreuden

Der Pike Place Market ist das Herz der Stadt. Die alte Markthalle beheimatet über 500 verschiedene Produzenten. Von frischem Fisch über herrlich duftene Minidonuts bis hin zu bunten Blumensträußen – hier bekommt man alles, was das Herz begehrt. Mehr als 10 Millionen Besucher zählt der Pike Place Market jedes Jahr. Mit tausend anderen drücken wir uns an diesem Tag durch die verschiedenen Hallen. Es ist laut und bunt, aufregend und anstrengend zugleich. Manche Stände sehen wir kaum, an anhalten ist nicht zu denken. Irgendwo fliegt ein Fisch durch die Gegend – eine Touristenattraktion, die eine beleibte Familie neben uns entzückt aufschreien lässt.

Draußen geht das Gedränge gleich weiter. In unmittelbarer Nähe zu den Markthallen drängen sich Menschenmassen vor dem Starbucks. Nicht etwa, weil der Kaffee hier besonders gut ist. Bei dem kleinen Laden mit der grünen Holzfassade handelt es sich um den allerersten Starbucks, der 1971 eröffnete. Der Beginn eines Weltunternehmens, das Seattle zur Kaffee-Hauptstadt der USA machte. Nur ein paar Meter direkt die nächste Schlange. Daran haben wir uns fast schon gewöhnt. Von Vancouver bis Portland – jeden Tag standen wir irgendwo an, um die besten Donuts, die beste Ice Cream oder den besten Kaffee zu bekommen. Essen als neues Statussymbol. Diesmal geht es aber um  Käse. Neben Grilled Cheese Sandwiches gehen bei Beecher´s vor allem viele Portionen Mac and Cheese über den Tresen.

Wir flüchten vor den Menschenmassen und biegen wahllos in eine Seitenstraße ab. Rein zufällig treffen wir hier auf die ekelhafteste Hauptattraktion der Stadt – die Gum Wall. Seit den 90er Jahren kleben Besucher hier ihre Kaugummis an die Ziegelwände. Entstanden ist so ein riesiges „Kunstwerk“ aus bunter Kaumasse und Speichel. Vor ein paar Jahren wurden die Wände gesäubert und man kratzte fast 2000 Kilo Kaugummi von den Wänden. Allerdings ließen Touristen und Einwohner die Attraktion schnell wieder aufleben.

  • Daily Dozen Dougnut
    Ein Dutzend Mini-Donuts solltet ihr euch einfach gönnen. Diese werden hier täglich frisch gebacken und ihr könnt euch den Rest des Tages immer wieder einen kleinen Haps gönnen
    Pike Place Market, 93 Pike St #7, Seattle
  • Starbucks
    Der allererste Starbucks in der Nähe der Markthallen markiert den Beginn eines Weltunternehmens. Für Fans der Kaffeekette ein Muss bei jedem Seattle Besuch.
    Pike Place Market, 1912 Pike Pl, Seattle
  • Beecher´s 
    Der Laden mit seiner gläsernen Produktion ist das Mekka für alle Liebhaber von Mac and Cheese.
    Pike Place Market, 1600 Pike Pl, Seattle
  • Elm Coffee Roaster
    Wer keine Lust auf Einheitskaffee von  Starbucks hat, ist bei Elm Coffee in Downtown genau richtig. Das hippe Café röstet selbst und ist besonders bekannt für guten Espresso.
    240 2nd Ave S #103, Seattle
Pike Place Market Seattle
Der berühmte Pike Place Market in Seattle

Pike Place Market Seattle

Pike Place Market Donuts
Ein Beutel, gefüllt mit Glück: 12 Mini-Donuts von Daily Dozen Doughnut
fotoparade Erkunde die Welt
Die wohl ekelhafteste Attraktion der Stadt – die Gum Wall in Seattle

Tipps Seattle

Ab auf die Insel – Ausflugstipps für Seattle

Seattle ist von Wasser, Wäldern und Bergen umgeben und damit ein Traum für alle Outdoor-Freaks. Es ist damit quasi ein Muss zumindest ein oder zwei Touren ins traumhafte Umland zu machen. Wir verbringen einen ganzen Tag auf Fidalgo Island. Von Anarcotes geht es für uns über den Deception Pass nach Whidbey Island und dann weiter mit der Autofähre ins verträumte Port Townsend. Raue Küsten, Tannenwälder, beeindruckende Brücken, Robben und Wale begegnen uns auf unserer Tour. Wir fahren durch verschlafene Dörfchen und über leere Landstraßen, vorbei an kleinen Häfen. Am Straßenrand verkaufen Anwohner Blumen und Obst. Die ganze Gegend wirkt verträumt und ruhig – nichts ist so schön wie ein Road Trip.

  • Deception Pass State Park
    Es lohnt sich wirklich hier anzuhalten und ein kleine Runde durch den Deception Pass State Park zu drehen. Die Gegend ist traumhaft und wunderschöne Ausblicke auf die Küste sind garantiert.
    41020 Washington 20, Oak Harbor
  • Honeymoon Bay Coffee Roasters
    Ich bin immer wieder begeistert, dass man in Nordamerika selbst in der allerletzten Ecke noch eine Rösterei mit gutem Kaffee findet. Die Honeymoon Bay Roastery serviert neben Kaffee auch noch sehr leckere Scones.
    1100 SW Bowmer St A101, Oak Harbor
  • Port Townsend
    Unser Besuch in Port Townsend war einer der schönsten Stopps auf unserer Reise. Das kleine verschlafene Städtchen liegt direkt am Wasser und wird von einer großen Gruppe Rehe bewohnt, die sich so gar nicht von den menschlichen Bewohner gestört fühlen. Die Stadt beeindruckt durch eine Vielzahl von wunderschönen viktorianischen Häusern. Besonders schön übernachtet man zum Beispiel im The Old Consulate Inn. Abends haben wir uns ein paar Stücke Pizza bei Waterfront Pizza gegönnt und den Sonnenuntergang genossen.
Deception Pass
Der beeindruckende Deception Pass verbindet Fidalgo Island und Whidbey Island

Deception Pass Washington

Honeymoon Bay Coffee Roasters

Honeymoon Bay Coffee Roasters
Frisch geröstet – der Kaffee in der Honeymoon Bay Roastery
Port Townsend Seattle
Die „Innenstadt“ von Port Townsend
Waterfront Pizza Port Townsend
Pizza bei Waterfront Pizza in Port Townsend

Port Townsend

Port Townsend
Keine Scheu – in Port Townsend leben viele Rehe und durchstreifen die Gärten

Alle Tipps für Seattle im Überblick:

Vor unserem Trip habe ich mir auf verschiedenen Seiten ein paar Tipps für Seattle geholt. Eine Liste mit dem besten Kaffee der Stadt findet ihr zum Beispiel bei Thrillist.com. Tipps für die Markthallen haben wir uns bei Flourishing Foodie geholt.

Warst du schon einmal in Seattle. Was hat dir besonders gut gefallen? Oder hast du weitere Tipps für uns? Schreib uns doch mal deine Empfehlungen für Seattle in die Kommentare. Falls dir unser Bericht gefallen hat, freuen wir uns natürlich auch, wenn du ihn dir bei Pinterest merkst.

Tipps für Seattle

Noch mehr Reiseberichte über Nordamerika findest du hier.

 

Veröffentlicht von

Foodie | Traveler | Berlin | München Blog: www.jaegerundsammlerblog.com Twitter: @janinaamendt

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