Diese herzhafte Tarte verbindet cremigen Ziegenkäse mit goldenem Honig, knackigen Walnüssen und einem buttrigen Mürbeteig. Sie schmeckt warm aus dem Ofen ebenso gut wie lauwarm auf einer festlich gedeckten Tafel und bringt eine angenehm französische Note in die heimische Küche.
Das Rezept passt zum ausgedehnten Sonntagsfrühstück, zum Abendessen mit einem grünen Salat oder als kleiner Mittelpunkt eines Buffets. Der süß-salzige Kontrast lebt von wenigen, guten Zutaten: Ein aromatischer Honig, frischer Thymian und ein Ziegenkäse mit klarer, leicht säuerlicher Note machen den Unterschied.
Für eine Tarteform mit etwa 26 Zentimetern Durchmesser werden 250 Gramm Mehl, 125 Gramm kalte Butter, ein Ei, eine Prise Salz und zwei Esslöffel kaltes Wasser benötigt. Daraus entsteht ein klassischer Mürbeteig, der nach dem Backen zart und mürbe bleibt, ohne unter der Füllung durchzuweichen.
Für den Belag eignen sich 200 bis 250 Gramm Ziegenfrischkäse oder eine Mischung aus Ziegenfrischkäse und einer weicheren Ziegenkäserolle. Dazu kommen zwei Eier, 100 Milliliter Sahne, zwei bis drei Esslöffel flüssiger Honig, 60 Gramm grob gehackte Walnüsse, etwas schwarzer Pfeffer und frischer Thymian. Wer es kräftiger mag, ergänzt eine kleine rote Zwiebel oder ein paar dünne Birnenspalten.
Beim Honig darf gern variiert werden. Blütenhonig bleibt mild und rund, während Waldhonig eine dunklere, würzigere Tiefe mitbringt. Ein Klecks Lavendelhonig passt ebenfalls gut, sollte aber sparsam eingesetzt werden, damit das zarte Aroma des Ziegenkäses im Vordergrund bleibt.
Mehl und Salz werden in einer Schüssel vermischt. Die kalte Butter kommt in Würfeln dazu und wird mit den Fingerspitzen rasch eingearbeitet, bis eine sandige, krümelige Masse entsteht. Ei und kaltes Wasser folgen erst danach. Der Teig sollte nur so lange geknetet werden, bis er zusammenhält.
Anschließend wird die Teigkugel flach gedrückt, in Folie gewickelt und mindestens 30 Minuten kalt gestellt. Diese Ruhezeit ist wichtig: Die Butter wird wieder fest, das Mehl quillt leicht auf und der Teig lässt sich später sauber ausrollen. Wird er zu warm verarbeitet, zieht er sich in der Form leichter zusammen.
Die gekühlte Teigplatte wird auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa drei Millimeter dick ausgerollt. Eine gefettete Form damit auslegen, den Rand andrücken und überstehenden Teig abschneiden. Den Boden mit einer Gabel einstechen, mit Backpapier bedecken und mit Hülsenfrüchten oder Backgewichten beschweren.
Für die cremige Füllung werden Ziegenkäse, Eier und Sahne glatt verrührt. Zwei Esslöffel Honig geben bereits ausreichend Süße; der restliche Honig wird später nach dem Backen über die Tarte geträufelt. Mit schwarzem Pfeffer und wenig Salz würzen, denn viele Ziegenkäse bringen selbst schon eine salzige Note mit.
Thymian harmoniert besonders schön mit den Walnüssen und dem Honig. Die Blättchen werden von den Stielen gezupft und unter die Käsemasse gerührt. Rosmarin funktioniert ebenfalls, sollte jedoch fein gehackt und sehr zurückhaltend dosiert werden. Ein wenig Zitronenabrieb sorgt für Frische und lässt die Tarte leichter wirken.
Wer Zwiebeln verwendet, brät sie vorher in etwas Butter langsam weich, bis sie leicht karamellisieren. Rohe Zwiebeln könnten zu viel Flüssigkeit abgeben und den feinen Geschmack der Füllung überdecken. Dünne Birnenscheiben werden dagegen direkt auf der Käsemasse verteilt und bringen eine saftige, fruchtige Ergänzung.
Der vorbereitete Boden wird zunächst zehn bis zwölf Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze blind gebacken. Danach kommen Backpapier und Gewichte herunter. Die Käsecreme wird eingefüllt, die Walnüsse werden darauf verteilt und die Tarte backt weitere 25 bis 30 Minuten. Die Oberfläche soll leicht goldbraun sein, während die Mitte noch sanft wackelt.
Nach dem Backen ruht die herzhafte Käsetarte mindestens zehn Minuten. In dieser Zeit setzt sich die Füllung, der Duft wird runder und die Stücke lassen sich sauberer schneiden. Erst kurz vor dem Servieren wird der übrige Honig in feinen Linien darübergegeben. Einige Thymianblättchen und ein wenig frisch gemahlener Pfeffer setzen einen schönen Abschluss.
| Variante | Geschmack | Geeignete Ergänzung | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Ziegenfrischkäse und Honig | Mild, cremig und ausgewogen | Thymian und Walnüsse | Ideal für Frühstück und Brunch |
| Ziegenkäserolle | Würziger und kräftiger | Birne oder karamellisierte Zwiebel | Besonders aromatisch als Vorspeise |
| Ziegenkäse mit Feige | Fruchtig und weich | Haselnüsse oder Pekannüsse | Passt zu spätsommerlichen Menüs |
| Ziegenkäse mit Kräutern | Frisch und würzig | Zitrone und grüner Salat | Leichte Variante für warme Tage |
Die Tarte lässt sich gut vorbereiten. Der Mürbeteig kann bereits am Vortag geknetet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Auch der fertig gebackene Kuchen schmeckt nach einigen Stunden noch hervorragend. Zum Aufwärmen genügt eine niedrige Temperatur von etwa 120 Grad, damit der Käse nicht austrocknet.
Im Frühling passen junge Lauchzwiebeln, Erbsensprossen oder dünne Spargelstücke zum milden Ziegenkäse. Grüner Spargel sollte kurz blanchiert oder in der Pfanne vorgegart werden. So bleibt er bissfest und gibt während des Backens nicht zu viel Wasser an die Füllung ab.
Im Herbst darf die Tarte kräftiger ausfallen. Kürbiswürfel, gebratene Pilze oder karamellisierte Zwiebeln bringen erdige Aromen auf den Teller. Besonders schön wirkt eine Kombination aus Hokkaido, Salbei und gerösteten Walnüssen. Im Winter passen Birne, Chicorée oder ein wenig Blauschimmelkäse als markante Ergänzung.
Für eine vegetarische Tafel mit mehreren kleinen Gerichten lässt sich die Tarte auch in einer rechteckigen Form backen und anschließend in schmale Streifen schneiden. Mini-Tartes in kleinen Förmchen eignen sich für einen Empfang. In diesem Fall sollte die Backzeit verkürzt und die Oberfläche regelmäßig kontrolliert werden.
Ein bitterer grüner Salat bildet den besten Gegenpol zur cremigen Füllung. Feldsalat, Radicchio oder junger Spinat werden mit einer Vinaigrette aus Apfelessig, Senf, Olivenöl und einem Hauch Honig angemacht. Die Säure bringt Balance, ohne mit dem Ziegenkäse zu konkurrieren.
Als Getränk passt ein trockener Weißwein mit frischer Säure, etwa Sauvignon Blanc, Chenin Blanc oder ein mineralischer Riesling. Wer alkoholfrei bleiben möchte, serviert Apfelschorle mit Thymian oder einen ungesüßten Kräutertee. Zum ausgedehnten Frühstück ergänzen kräftiger Kaffee und frisches Sauerteigbrot die Tarte auf unkomplizierte Weise.
Für die Inspiration rund um süße Aromen, handwerkliche Spezialitäten und genussvolle Entdeckungen lohnt sich auch ein Blick auf den Vergleich der Schokoladenläden in Berlin und München. Die Verbindung von Röstaromen, feiner Süße und regionalen Produkten passt gedanklich wunderbar zu Honig und Walnüssen.
Übrig gebliebene Stücke werden abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und halten sich dort etwa zwei Tage. Vor dem Servieren sollten sie kurz Raumtemperatur annehmen. So wird die Käsefüllung wieder cremiger und der Mürbeteig schmeckt aromatischer als direkt aus dem Kühlschrank.
Die Tarte kann warm, lauwarm oder kalt auf den Tisch kommen. Für eine hübsche Präsentation wird sie auf einer schlichten Platte angerichtet und erst dort mit Honig, Thymian und einigen Walnusshälften vollendet. Ein paar Birnenspalten oder Trauben sorgen für Farbe und machen aus der rustikalen Tarte ein festliches Gericht.
Auch beim Backen selbst darf die Küche nach Lust und Anlass angepasst werden. Wer gern mit Teig und süß-herzhaften Kombinationen arbeitet, findet bei kreativen Backideen weitere Anregungen für Formen, Dekorationen und besondere Gelegenheiten. Für dieses Rezept genügt jedoch eine zurückhaltende Gestaltung: Der Geschmack der Zutaten soll die Hauptrolle spielen.
Bereite den Teig in Ruhe vor, röste die Walnüsse kurz an und gönne der fertigen Tarte einige Minuten Ruhe. Dann mit flüssigem Honig, frischem Thymian und einem knackigen Salat servieren – und ein Stück Berlin, französische Bistroküche und saisonalen Genuss auf den eigenen Tisch holen.